So lebt die Vampirfledermaus
Vampirfledermäuse sind in Südamerika und den südlichen USA sowie auf den Westindischen Inseln weit verbreitet. Im Grunde genommen sind diese Tiere anspruchslos. Sie leben in trockenen wie auch in feuchten Regionen. Ihre Schlafplätze suchen sich die ausschließlich nachtaktiven Tiere in Höhlen, hohlen Bäumen, alten Minen oder Schächten aber auch in verlassenen Gebäuden.
Die Tiere leben in sogenannten Kolonien, denen 20 bis 100 Tiere angehören, manchmal kann eine Kolonie auch aus bis zu 2000 Tieren bestehen.
Die Gruppen teilen sich in sogenannte Haaremgruppen auf. 8 bis 20 Weibchen teilen sich ein Männchen, während die Junggesellen wiederum eine eigene Gruppe bilden. Es kommt immer wieder zu Rangkämpfen zwischen Junggesellen und Haaremsführern.
Vampirfledermäuse haben ein hochentwickeltes Sozialverhalten.
Koloniemitglieder, denen es an einem Tag nicht gelungen ist, eine adäquate Nahrungsquelle aufzutun und sich entsprechend mit dem lebensnotwendigen Saft zu versorgen, werden von anderen Artgenossen regelrecht durchgefüttert. Das Heraufwürgen und Teilen der Nahrung spielt eine wichtige Rolle im Leben der Vampirfledermäuse.
Würden die Tiere ihre Nahrung nicht teilen, läge die Todesrate über 80 %, nach Schätzungen liegt sie so bei 25 %.
Das Blutteilen der Vampirfledermäuse ist ein Beispiel für einen sogenannten „Reziproken Altruismus“. Also die Wandlung egoistischer Verhaltensweisen in altruistische Handlungen.
Vereinfacht gesagt: „ Wer anderen hilft, kann auch mit deren Hilfe rechnen.“
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